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Startseite » TÜR-KEY Camp 2006 Ablauf » Workshop | Murrhardt - Montag 29.05.2006

Zukunftsperspektiven der jugendlichen Migranten aus Murrhardt

Auf spielerischer Art lernen Pelin (re) und Adem (li) ihre Stärken der Gruppe vorzustellen

Der Workshop „Zukunftsperspektiven der jugendlichen MigrantInnen aus Murrhardt“ dauerte knapp fünf Stunden mit jeweils zwei Pausen á 15 Minuten.
Anfangen sollte es mit einer Vorstellungsrunde: die teilnehmenden Jugendlichen stellten sich im ersten Schritt der gesamten Gruppe vor; dazu gaben sie jeweils eine persönliche Stärke und Schwäche preis, nannten ihre Vorlieben und ihre Ziele, sofern sie welche besaßen. So mussten wenige unter ihnen zum ersten Mal sich selbst verbal mit geeigneten Adjektiven vorstellen und durch soziale Vergleiche ihre Stärken erkennen und aussprechen.

Dies erforderte eine aktive Auseinandersetzung mit sich selbst und regte die Jugendlichen zum Nachdenken an. Sie sahen, dass sie nicht nur Schwächen, sondern auch Stärken besaßen, die innerhalb der Gruppe nicht jeder besaß. So sangen uns zwei, überzeugt von ihren musikalischen Fähigkeiten ihre Lieblingslieder vor und erhielten einen fast nicht enden wollenden Applaus unsererseits. Auch holten wir uns ernst gemeinte Rückmeldungen von der Gruppe, so musste jeder von uns postive und vielleicht auch störende Eigenschaften des jeweils Anderen nennen und begründen. Anfangs mit einem mulmigen Gefühl im Magen, waren wir froh darüber, nicht verletzende, sondern gut gemeinte Meinungen der Freunde zu hören.

In einem anderen Kontext hätte dies ausufern können und viele wären vielleicht durch die Meinungsäußerungen ihrer Freunde verletzt gewesen, aber diese Form des Meinungsaustausches ließ alles in einem seriösen Rahmen ablaufen und gab uns allen Schutz.

Es tat uns gut zu hören, dass die Probleme, die wir hatten viele Gleichaltrige teilen. Frau Baş, eine neutrale und fachkundige Person in der Mitte des Stuhlkreises, konnte unsere Anliegen verstehen. Konflikte gab es überall, sei es im Dialog mit den Eltern, Lehrern, Freunden und anderen Mitmenschen. Frau Baş gab uns hierzu Tipps zum Umgang mit Konfliktsituationen. Ganz wichtig war hierbei, dass man dem Gegenüber erst zuhörteund ihn vor allem aussprechen lässt. Darüberhinaus hilft es einem sich in die Lage des Anderen zu versetzen und die Angelegenheit aus der Perspektive des Gegenübers zu betrachten. Dies waren nur ein paar wenige von vielen Weisheiten und Strategien, die wir im Workshopverlauf kennen lernten.

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